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Cannabis Rezept Vergleich 2026
REALITY CHECK

Cannabis kostenlos auf Rezept? Der harte Weg zur Kassenleistung

Es klingt wie ein Traum: Die Krankenkasse (AOK, TK, Barmer) zahlt nicht nur den Arzt, sondern auch die Blüten aus der Apotheke (abzüglich 10 € Zuzahlung). Gesetzlich ist das seit 2017 möglich (§ 31 Abs. 6 SGB V).

Die Realität sieht 2026 anders aus.

Die Hürden für eine Kostenübernahme sind extrem hoch. Der Medizinische Dienst (MD) prüft streng. Fast 40% der Anträge werden im ersten Anlauf abgelehnt. Zudem machen Telemediziner wie CannGo oder Dr. Ansay diesen Aufwand grundsätzlich nicht.

Wir erklären dir, wann du eine Chance hast – und warum das Privatrezept für 95% der Patienten der klügere (und nervenschonendere) Weg ist.

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Die 3 Voraussetzungen für das Kassenrezept

Damit die GKV zahlt, musst du laut Gesetz drei Bedingungen erfüllen. Alle drei müssen zutreffen!

1

Schwerwiegende Erkrankung

Du hast nicht nur "ein bisschen Rückenschmerzen". Deine Lebensqualität muss massiv eingeschränkt sein.

Beispiele: Chronisches Schmerzsyndrom, MS, Tourette, schwerste Depressionen, Krebs (Palliativ)
2

"Austherapiert" (Keine Standard-Alternative)

Das ist der Knackpunkt. Du musst nachweisen, dass alle zugelassenen Standard-Therapien versagt haben oder nicht vertragen wurden.

Beispiele: Bei Schmerz: Ibuprofen, Novalgin, Tilidin und sogar Antidepressiva (Co-Analgetika) müssen versagt haben
Der Haken: Die Kasse findet fast immer noch eine Tablette, die du noch nicht probiert hast.
3

Aussicht auf Erfolg

Der Arzt muss begründen, warum ausgerechnet Cannabis jetzt helfen soll, wo alles andere versagt hat.

Der Ablauf: So stellst du den Antrag

Anders als bei Penicillin darf der Arzt Cannabis nicht einfach so verschreiben (auf "Rosa Rezept"). Er muss vorher die Erlaubnis der Kasse einholen (Genehmigungsvorbehalt).

01

Kassen-Arzt finden

Du brauchst einen Arzt mit Kassenzulassung (Hausarzt, Schmerztherapeut), der bereit ist, den Antrag zu schreiben.

Problem: Das Ausfüllen dauert ca. 30–60 Minuten und wird dem Arzt kaum vergütet. Viele winken sofort ab: "Mach ich nicht, zu viel Papierkram."
02

Antrag einreichen

Der Arzt füllt einen Fragebogen aus, du schreibst oft noch einen persönlichen Bericht ("Patienten-Doku").

03

Prüfung (MDK)

Die Kasse hat 3 bis 5 Wochen Zeit. Oft wird der Medizinische Dienst (MD) eingeschaltet.

04

Entscheidung

Genehmigt: Du zahlst nur noch 10 € Rezeptgebühr. Abgelehnt: Widerspruch einlegen (dauert Monate, oft Klage vorm Sozialgericht nötig).

Telemedizin & Kassenrezept? Vergiss es.

Die Antwort ist: Nein.

Viele User fragen: "Kann CannGo mir ein Kassenrezept geben?"

Anbieter wie CannGo, Dr. Ansay oder MedCanOneStop sind reine Privatpraxen.

  • Sie dürfen gar nicht mit der Gesetzlichen Krankenversicherung abrechnen.
  • Sie haben keine Zeit für den aufwendigen Antragsprozess.
  • Ausnahme: Anbieter wie Algea Care unterstützen beim Antrag, verlangen dafür aber oft hohe monatliche Service-Gebühren (ca. 100 €+), die du selbst zahlen musst, bis die Kasse (vielleicht) einspringt.

Kosten-Vergleich: Lohnt sich der Kampf?

Rechnen wir mal ehrlich nach.

SZENARIO A

Der Kampf um die Kasse

Zeit:

6 Monate Arztsuche, 5 Wochen Kassenprüfung, Widersprüche schreiben

Erfolg:

Ungewiss (40% Ablehnung)

Kosten bei Erfolg:

10 € / Monat

Stress-Level:
10/10
SZENARIO B

Der Selbstzahler (Privatrezept)

EMPFOHLEN
Zeit:

10 Minuten bei CannGo. Rezept oft am nächsten Tag.

Erfolg:

Sehr hoch (bei klarer Indikation)

Kosten:
  • Arzt: ca. 15 €
  • Apotheke: ca. 50 € (10g Standard)
  • Total: ca. 65 € / Monat
Sofortige Linderung Freie Sortenwahl Kein Betteln beim Arzt

Unser Fazit:

Kassen-Weg lohnt sich, wenn du schwerstkrank bist (Rente, Erwerbsunfähigkeit) und 30–60g pro Monat brauchst (da 300–600 € zu teuer wären).

Privat-Weg ist klüger, wenn du berufstätig bist und nur 10–15g zur Linderung brauchst – der "Stundenlohn" für den Kassen-Antrag ist so schlecht, dass du lieber selbst zahlst und deine Nerven schonst.

FAQ: Kostenübernahme

Zahlt die Private Krankenversicherung (PKV)?

Ja, viel öfter! Die PKV muss zahlen, wenn die Behandlung "medizinisch notwendig" ist. Der Genehmigungsvorbehalt entfällt oft. Du reichst die Rechnungen von CannGo + Apotheke einfach ein.

Tipp: Frag vorher bei deiner PKV nach, ob sie Telemedizin-Rechnungen akzeptieren.

Kann ich die Kosten von der Steuer absetzen?

Ja! Als Selbstzahler kannst du die Kosten für Arzt und Cannabis als "Außergewöhnliche Belastung" in der Steuererklärung geltend machen.

Voraussetzung: Du brauchst ein amtsärztliches Attest oder (einfacher) die fortlaufenden Privatrezepte als Nachweis. Sammle alle Belege!

Was kostet das "Rosa Rezept"?

Nichts für das Rezept selbst. Das "Rosa Rezept" (Kassenrezept) bedeutet, die Kasse zahlt. Du zahlst nur die gesetzliche Zuzahlung (max. 10 €).

Was passiert bei Ablehnung?

Du hast das Recht auf Widerspruch. Dieser muss innerhalb von 4 Wochen eingereicht werden. Oft dauert das Widerspruchsverfahren mehrere Monate. Im schlimmsten Fall musst du vor dem Sozialgericht klagen.

Nicht warten, sondern starten.

Die Kasse lehnt ab oder der Hausarzt traut sich nicht? Lass dich nicht entmutigen. Die Therapie ist für Selbstzahler heute günstiger denn je.

  • Rezept für 14,99 €
  • Blüten ab 3,99 € / Gramm
  • Sofort verfügbar ohne MDK-Prüfung
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